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kfd des Bezirks Lichtenau zu Besuch in Polen (Ermland und Pommern)

kfd Danzig

Im Oktober 2014 waren Gäste aus Lichtenaus Partnerstadt Pieniezno/ Lechowo zu Gast in Lichtenau.

Im Rahmen dieses Besuches hatte beim Abschiedsessen im Pfarrheim Lichtenau die Pfarrgemeinde St. Kilian Lichtenau, vertreten durch die PGR-Vorsitzende Frau Schulze und der Gemeindereferentin Frau Wagemeyer, das Leben als Christ/ Christin im Pastoralverbund Lichtenau vorgestellt. Dabei stellten sie besonders die Arbeit der kfd im Bezirk Lichtenau/ Wünnenberg dar.

Schon auf der Rückfahrt nach Polen im Oktober 2014 wurde im Bus intensiv über diesen Bericht diskutiert mit dem Ergebnis, dass die kfd des Bezirks Lichtenau/ Wünnenberg zu einem Gegenbesuch nach Pieniezno/ Lechowo eingeladen wurde.

Von Samstag, 3.10. bis Donnerstag, 8.10. war nun eine kleine Delegation der kfd dieser Einladung ins Ermland gefolgt.

Zusätzlich wurde der Besuch der Pfarrgemeinde St, Matthäus in Starogard ins Programm aufgenommen, da der dortige Pfarrer, Domkapitular Dr. Eugeniusz Stenzel, der seit mehr als 35 Jahre zur Aushilfe nach Bleiwäsche und Bad Wünnenberg kommt, von dieser Reise gehört hatte.

In Lechowo hatte zunächst der neue Pfarrer von Lechowo den deutschen Gästen die dortige Kirche St. Johannes Baptist vorgestellt und vor allem die finanzielle Unterstützung durch die Partnerschaft mit Lichtenau gelobt. Er erwähnte auch die Leistungen der ehemaligen deutschen Bevölkerung in Lechowo, die die Kirche erbaut hatten und deren Spuren heute noch sichtbar sind. Als besonderer Schatz aus der damaligen deutschen Zeit gilt seither ein wertvolles barockes Messgewand, welches einer großen Wertschätzung gilt.

Das große sichtbare und hörbare Geschenk aus der Partnerstadt Lichtenau ist die Orgel für die Kirche in Lechwo, die 2011 nach Lechowo gebracht und dort installiert worden ist. In einem 20 minütigen Konzert konnten die Kirchenbesucher den Wohlklang der neuen hören.

Nach dem reichlichen Abendessen hatte dann Frau Wagemeyer den dortigen Zuhörern über die Arbeit der kfd in Deutschland und damit auch in unserem Pastoralverbund berichtet, woran sich eine intensive Diskussion über die Rolle der Laien in der Kirche ergab. Es stellte sich heraus, dass dieser Aspekt in der kath Kirche Polens noch eine geringe Bedeutung spielt, bedingt durch die Tatsache, dass dort die kath Kirche immer noch sehr stark durch die Priester und Ordensleute geprägt ist.

Die sich anschließenden Tage standen unter dem Thema „auf den Spuren des Kopernikus“ mit den Besuchen in Frauenburg, Pieniezno, Allenstein. Auch wurden die Marienburg in Malbork und die ehemalige freie Reichstadt Danzig besucht. In Danzig wurde sehr schnell eine Verbindung durch die Erwähnung des deutschen Schriftstellers Günther Grass und der Verfilmung der Buddenbrocks“ in der Frauengasse hergestellt.

Zum Abschluss der Fahrt ging es am letzten Tag nach Starogard Gdansk, um dort Domkapitular Dr. Eugeniusz Stenzel zu treffen. Wegen seiner guten Deutschkenntnisse ging es hier in der Diskussion „an das Eingemachte“ auch der deutschen Teilnehmerinnen. Sehr intensiv wurde über den gelebten Glauben in Polen und in Deutschland gesprochen und diskutiert.

Diese Fahrt hat sehr viel in den Teilnehmerinnen bewirkt. Sie haben ein Land kennen gelernt, das sie bis dahin kaum kannten. Sie haben erfahren, wie gut die Menschen dort die deutsche Politik kennen und schätzen und haben selbst feststellen müssen, dass sie kaum etwas über dieses Land wissen. Der Tenor zum Abschluss war der Wunsch, demnächst einmal auch in den Süden des Landes zu fahren, um dort auch die Menschen und die Städte kennen zu lernen.