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Frauen sind der Motor der Ökumene

160511 Pressefoto Bischof Wiesemann ÖkumenBischof Wiesemann: „Frauen sind der Motor der Ökumene“ kfd-Bundesversammlung verabschiedet Ökumene-Papier

Düsseldorf, 9. Mai 2016 – Am Freitag, 6. Mai haben 85 Delegierte der 20 Diözesanverbände und des Landesverbandes auf der Bundesversammlung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) einstimmig das Positionspapier „Ökumene bewegt Frauen – Frauen bewegen Ökumene“ verabschiedet. Der Abstimmung voraus ging ein Studientag mit gleichlautendem Titel, dessen Podium aus Vertreterinnen christlicher Konfessionen bestand. Impulsredner war Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) auf Bundesebene.

„Frauen sind der Motor der Ökumene. Sie sind es, die beherzt und mit großer Leidenschaft in den Kirchen etwas bewegen. Durch Initiativen wie den Weltgebetstag der Frauen leben sie Ökumene aktiv und treiben sie engagiert voran. Daher an dieser Stelle ein besonders herzliches Dankeschön für das Engagement der kfd, ohne die vieles in der Kirche nicht möglich wäre“, so Bischof Wiesemann.

Parallelen zieht er zwischen Ökumene und Weltpolitik: Viele unversöhnliche Konflikte der Welt zeigten, dass Menschen ihre gemeinsame Geschichte nicht identisch erzählen könnten. „Wenn das jedoch gelingt, ist das ein riesiger Schritt in Richtung Versöhnung. ‚Die Liebe Christi drängt uns. Sie ist die treibende Kraft‘ von Versöhnung und Veränderung.“

Den Studientag moderierte die stv. kfd-Bundesvorsitzende Irmentraud Kobusch: „kfd-Frauen müssen um den Reichtum der eigenen katholischen Tradition wissen und diesen im Spiegel der Begegnung mit Frauen anderer Konfessionen immer wieder neu kennenlernen und, wo nötig, hinterfragen.“ Nur wer in der eigenen Tradition zuhause sei, verstehe den Reichtum und die Schätze anderer Konfessionen.

Das Positionspapier enthält neben der Beschreibung von Visionen zur Ökumene und eigenen Verpflichtungen vor allem klare Erwartungen an die Deutsche Bischofskonferenz: „Wir erwarten, dass die DBK in der Durchsetzung der Geschlechtergerechtigkeit und der Weiterentwicklung der Ämter von den Kirchen der Ökumene lernt. Denn ohne Frauengerechtigkeit ist Ökumene nicht denkbar“, so Kobusch weiter.

Am Podium saßen weiterhin Gisela Bullermann, Bund Evangelischer Freikirchlicher Gemeinden; Birgit Foht, Pastorin der mennonitischen Gemeinde Ludwigshafen; Petra Heilig, Geschäftsführerin des Weltgebetstags-Komitees; Barbara Kohlstruck, Dekanin des Kirchenbezirks Ludwigshafen; Christine Rudershausen, Bund altkatholischer Frauen in Deutschland (BAF).

Hintergrund

Ökumenische Meilensteine der kfd: seit 1972 Mitglied im deutschen Weltgebetstagskomitee, 1982 Mitgründung Ökum. Forum Christlicher Frauen in Europa (ÖFCFE), 2000 Mitgründung Christinnenrat.

Das Feiern ökumenischer Frauengottesdienste bei Katholiken- und Kirchentagen geht wesentlich auf das Engagement der kfd zurück (vgl. „Seht da, die Frauen!“ beim Katholikentag, 28. Mai, Leipzig).

Bildmaterial

Foto: © kfd/Kay Herschelmann. In voller Auflösung hier: kfd.de/presse.html Weitere Fotos der Bundesversammlung: facebook.com/kfd-bundesverband

Das Ökumene-Positionspapier finden Sie bald hier: www.kfd-bundesverband.de/ziele/positionen.html