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Erwerbs- und Sorgearbeit gemeinsam neu gestalten

kfd diskutiert Gutachten zum Zweiten Gleichstellungsbericht mit Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok, Mitglied der Sachverständigenkommission

Düsseldorf, 27. März 2017 – Auf ihrem Symposium „Herausforderung Geschlechtergerechtigkeit“ hat die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e.V. am 24. und 25. März in Mainz das Gutachten zum Zweiten Gleichstellungsbericht diskutiert, das Anfang März unter dem Titel „Erwerbs- und Sorgearbeit gemeinsam neu gestalten“ veröffentlicht worden ist.

Frau Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok von der Hochschule München und Mitglied der Kommission zur Erstellung des Gutachtens, war als Referentin geladen: „Wir haben das Gutachten der Bundesregierung vorgelegt, nun kommt es darauf an, was die Politik daraus macht.“

In den letzten Jahren sei einiges erreicht worden, so Expertin Yollu-Tok, jedoch seien noch immer gravierende Ungleichheiten im Lebensverlauf von Frauen und Männern zu verzeichnen. So verdienen Frauen 21 Prozent weniger als Männer. Zweidrittel der erwerbstätigen Frauen verdienen nicht genug, um ihre Existenz langfristig zu sichern.

Nachholbedarf besteht auch bei der Sorgearbeit. Im Gutachten wird dafür erstmals der Gender Care Gap eingeführt. Dieser zeigt, dass Frauen nach wie vor deutlich mehr Zeit in Sorgearbeit investieren als Männer, rund 52 Prozent mehr. Personen, die Sorgearbeit leisten, stehen dabei immer im Spannungsfeld unterschiedlicher Lebensbereiche wie Erwerbsarbeit, Elternschaft und Pflege.

Anni Rennock, Mitglied des kfd-Bundesvorstandes und Sprecherin des Ständigen Ausschusses „Hauswirtschaft und Verbraucherthemen“ betonte: „Besonders wichtig sind uns flexible Arbeitszeiten, die den jeweiligen Bedingungen der Menschen in verschiedenen Lebensbereichen entsprechen – vor allem das Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit. Die Aufwertung und die Legalisierung haushaltsbezogener Dienstleistungen und eine Rente, die eine eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Alter ermöglicht, sind weitere Anliegen.“

„Erwerbsarbeit und informelle Sorgearbeit müssen zusammen gelebt werden können. Daher fordern wir eine gleichberechtigte und partnerschaftliche Teilhabe an Erwerbsarbeit. Hier gibt es besonders für Frauen Nachholbedarf“, unterstrich Stephane Schimmel, stellvertretende Sprecherin des Ständigen Ausschusses „Frauen und Erwerbsarbeit“ im kfd-Bundesverband.

Bereits den Ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung von 2011 hat die kfd im Rahmen des Projektes „Neuer Blick auf alte Fragen“ intensiv diskutiert.  Dabei wurden insbesondere die gleichstellungspolitischen Vorstellungen des Verbandes aus der Lebenslaufperspektive neu behandelt.

Im Nachgang dazu hat die kfd das Positionspapier „Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf“ verabschiedet.

Weitere Informationen

Pressefoto mit Stephane Schimmel, Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok sowie Anni Rennock (v.l.n.r.):

www.kfd-bundesverband.de/presse.html

Projektseite mit Infos und Downloads „Neuer Blick auf alte Fragen“

https://www.kfd-bundesverband.de/projekte/archiv/neuer-blick-auf-alte-fragen.html

Positionspapier „Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf“

https://www.kfd-bundesverband.de/artikel/positionspapier-gleichstellung-von-frauen-und-maennern-im-lebensverlauf.html

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit einer halben Million Mitgliedern der größte katholische Verband und eine der größten Frauenorganisationen in der Bundesrepublik. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein.

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