Gedenkstein Neugründung PolensWährend die „große politische Welt“ sich am 11. November 2018  in Paris getroffen hat und an das Ende des 1. Weltkriegs mit dem Waffenstillstandsvertrag von Compiegne erinnert hat, womit zugleich das Ende des deutschen Kaiserreiches besiegelt wurde, hat ganz Polen an diesem Tag die Neugründung Polens vor 100 Jahren gefeiert.

Für diesen Anlass ist auf dem Dorfplatz in Lechowo ein Gedenkstein errichtet worden, der am Sonntag, 11.11. nach der heiligen Messe gesegnet worden ist. Im Anschluss an diese Gedenkfeier wurde in der Turnhalle der Schule gefeiert.

Bei seinem Besuch mit einer kleinen Delegation in Lechowo im Oktober 2018 hat Pfarrer Josef Wördehoff mit Vertretern des Dorfes gesprochen und vereinbart, dass in dem Familiengottesdienst am 11.11. in der Partnerstadt Lichtenau an dieses Ereignis erinnert werden sollte.

Der Familiengottesdienstkreis von St. Kilian Lichtenau, der diese heilige Messe vorbereitet hatte, hatte anlässlich des Martintages die Geschichte des heiligen Martin mit seiner Mantelteilung in den Fokus des Gottesdienst gestellt. In seiner Predigt ist deshalb auch Pfarrer Wördehoff auf die Bedeutung des Teilens eingegangen. Er mahnte an, den Begriff des Teilens nicht nur auf die materiellen Dinge des Lebens zu beziehen, sondern auch andere Aspekte des Teilens in Erwägung zu ziehen.

 

Er verwies auf die zeitgleich stattfindende heilige Messe in Lechowo und erzählte den Gottesdienstbesuchern, woran dort in Lechowo an diesem Tag erinnert werde. Denn während wir uns in Deutschland an diesem Tag an das Ende des 1. Weltkrieges erinnerten, werde an diesem Tag der Neugründung Polens nach fast 150 jähriger 3-maliger Teilung gedacht. Er erinnerte an das Schicksal Polens, dass in seiner Geschichte in den letzten 250 Jahren 3-mal geteilt worden sei. 

Deshalb forderte Pfarrer Wördehoff die Gottesdienstbesucher auf, die Bedeutung des „Mantelteilens des heiligen Martins“ auf das „Teilen des Friedens“ mit unseren polnischen Freundinnen und Freunden im 21. Jahrhundert neu zu verstehen.

Der Gedanke des „Friedenteilens“ wurde ebenfalls in den Fürbitten berücksichtigt.

In einer E-Mail berichtete Pfarrer Josef Wördehoff anschließend den Bewohnern von Lechowo von dem Familiengottesdienst.

 

Nachfolgend die Mailantwort aus Polen in Polnisch und Deutsch:

Drogi Ojcze Jözefie

Przekazuje serdeczne podziekowania za Wasza. Modlitv Dziekuje, ze 11.11.2018 r. myslates o nas o Polsce.

Serdecznie Pozdrawiam Ciebie i PrzyjaciöJ z Lichtenau

Twoy Zbigniew.

 

Sehr geehrter Pastor Josef

Ich möchte mich ganz herzlich für Ihr Gebet für uns und unsere Freundschaft zwischen unseren Städten bedanken.

Vielen Dank, dass Sie am 11.11.2018 an Polen gedacht haben.

Ich grüße Sie und Ihre Freunde aus Lichtenau herzlich.

Dein Zbigniew

 

Zusätzlich der Verlauf der Feier in Lechowo (http://pieniezno.pl/pl/news/content/3314)

Ins Deutsche übersetzt:

Auf Initiative des Vereins "Lechowianie" wurden die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum der Wiedererlangung der Unabhängigkeit durch Polen organisiert.

Das Organisationskomitee zum Gedenken an den 100. Jahrestag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit durch Polen bestand aus: dem Pfarrer in Lechów, dem Leiter von Lechowa, dem Schulleiter der Grundschule in Lechów, dem Präsidenten der OSP Lechowo und Mitgliedern der Vereinigung "Lechowianie".

Am 11. November 2018 wurde in der Pfarrkirche in Lechów eine feierliche Hl. Messe für die Heimat gefeiert, die von Pater Antoni Jucewicz, SVD, und dem Pfarrer Paweł Władyka konzelebriert wurde.
Nach der Messe präsentierten die Schüler der Grundschule in Lechów ein bewegendes künstlerisches Programm, das schöne Verweise auf die Ereignisse der außergewöhnlichen polnischen Geschichte von der Trennungszeit bis in die Neuzeit enthielt.

Der Vertreter des Organisationskomitees zum Gedenken an den 100. Jahrestag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit in Polen in Lechów - Herr Zbigniew Orwat - stellte die Absichten vor, aus denen die Gedenktafel zum Gedenken an dieses große Jubiläum gemacht wurde, und betont, dass dies ein Ausdruck der Dankbarkeit für das unbezahlbare Geschenk der Freiheit ist, und dankte für die wohlwollende Annahme dieser Initiative und seiner Finanzierung durch die Einwohner von Lechów, Niedbałek und Jesionów.

Am Ende der religiösen Zeremonien in der Pfarrkirche in Lechów - begleitet von der Ehre des Postens mit der polnischen Nationalflagge - wurde die Nationalhymne gemeinsam gesungen. Am Mast mit der Nationalflagge vor der Kirche wurde eine Kerze angezündet und das Gebet für polnische Helden, bekannte und unbekannte Schöpfer der Unabhängigkeit gesprochen.

Unter der Teilnahme von Herrn Kazimierz Kiejdo, dem Bürgermeister von Pieniężno, gingen alle Teilnehmer der Zeremonie im Niepodleglo Park zum Dorfpark, wo die Gedenktafel zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeit Polens enthüllt wurde. Dort hatte Fr. Paweł Władyka einen Gedenkstein aufstellen lassen. Sołtysi Niedbałek und Jesionowa legten für die Gefallenen unserer örtlichen Gemeinden einen Kranz an der Tafel ab.

Fotos der Feier unter: http://pieniezno.pl/pl/news/content/3314

Dezember 2018
So Mo Di Mi Do Fr Sa
1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31

Anschrift

Pastoralverbund Lichtenau
Am Kirchplatz 6
33165 Lichtenau

Kontakt

Telefon: 0 52 95 / 9 85 60
E-Mail senden 

Öffnungszeiten

dienstags 09:00 - 11:00 Uhr
donnerstags 15:00 - 17:00 Uhr
freitags 09:00 - 11:00 Uhr

Besucher

Heute 57

Gestern 102

Woche 249

Monat 2004

Insgesamt 201856

Aktuell sind 27 Gäste und keine Mitglieder online

Kubik-Rubik Joomla! Extensions