Solidarisch und gerecht Postkartenaktion 12.04.18Der wiedergewählte Vorstand der kfd im Bezirk Lichtenau traf sich mit dem Kreisvorsitzenden der CDU Herrn Karl-Heinz Wange in Paderborn und überreichte dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten über 700 Postkarten der Aktion „Solidarisch und gerecht. Altersarmut verhindern“.

Herr Wange bedankte sich bei der kfd, die sich bundesweit für dieses so wichtige Thema interessiere und nicht nur Kritik an den Rentenpositionen der Koalition übe, sondern auch selbst in ihrem Rentenpapier konkrete Forderungen und Vorschläge gemacht habe.

Die Vertreterinnen der kfd des Bezirks Bad Wünnenberg/Lichtenau verwiesen darauf, dass ein erster Vorschlag zu diesem Thema schon 2014 per Postkartenaktion bundesweit gemacht und den Abgeordneten des Bundestages - auch dem Paderborner Abgeordneten - überreicht worden sei. Da ihnen das mittlerweile verbesserte Rentenmodell noch nicht weit genug gehe und darin noch genügend Nachteile für Frauen vorhanden sind, die sich entschließen, mehrere Kinder zu bekommen, sei nochmals diese Postkartenaktion gestartet worden.

Im Gespräch wurden die Ideen des Rentenmodells der katholischen Verbände dargelegt und die (mögliche) Umsetzung im neuen Koalitionsvertrag besprochen.

Herr Wange selbst verwies auf einige Ungereimtheiten in dem Koalitionsvertrag. So sei in diesem Papier festgelegt, dass zwar Mütter, die vor 1992 Kinder geboren haben, die Kindererziehungszeiten von 3 Jahren im Nachhinein angerechnet bekommen sollen, dass dies aber nur für Mütter mit drei oder mehr Kindern gelten solle. Da die Frage gestellt werden müsse, ob dieser Ansatz verfassungskonform sei, schlügen einige Abgeordnete vor, dass daran gearbeitet werde solle, damit dann jede Mutter diese Erziehungszeiten angerechnet bekomme.

Weiterhin verwies Herr Wange auf die Frage der Finanzierung dieses Modells, da die Veränderung dieses Rentenmodells ca 3,4 Milliarden Euro jährlich kosten werde. Dennoch waren sich die Teilnehmer/innen einig, dass das frauengerechte Rentenmodell nicht allein aus der Rentenkasse finanziert werden könne, sondern als Solidarbeitrag der Gesellschaft auch zum Teil aus Steuermitteln finanziert werden müsse, da Kindererziehung auch immer ein Solidarbeitrag der Familie für die Allgemeinheit sei, die dann dafür auch "zur Kasse" gebeten werden müsse.

Zum Schluss verwies Herr Wange darauf, dass im Koalitionsvertrag vereinbart sei, dass bis 2025 die Rente nicht unter das bisherige Niveau von 48 % sinken solle. Allerdings müsse auch hier wegen der nachrückenden geburtenstarken Jahrgänge, die dann in Rente gehen, das Rentenniveau steuerfinanziert unterstützt werden.

Die Teilnehmer/innen bedankten sich für das gute Gespräch und sein Versprechen, die Postkarten an die neuen Bundestagsabgeordneten des Kreises Paderborn weiter zu leiten.

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